Erlaubte Vorteilsnahme mit der Holding: 5 Gründe für Unternehmer - für Gründer, Start-ups und KMU

5 Gründe für Unternehmer mit einer Holding zu arbeiten

 

Holding – Was nach großen, international agierenden Konzerngesellschaften klingt, ist auch für Gründer, Start-ups und den kleinen Unternehmer sehr interessant.

 

Zunächst: Was ist eigentlich eine Holding? Kurz erklärt ist eine Holding eine Dach- bzw. Muttergesellschaft, welche Gesellschaftsanteile an weiteren Gesellschaften hält, den Tochterunternehmen. Aus Haftungs- und steuerlichen Gründen hat sich die GmbH als die weit verbreitetste Rechtsform etabliert, sie ist ebenso für die Holding und ihre Tochtergesellschaften zu empfehlen.  

 

Eine Holding eignet sich für Gründer bzw. Start-ups ebenso wie für etablierte Unternehmen. Bereits solche Unternehmer, welche zunächst nur mit einer „kleinen“ GmbH - der Unternehmergesellschaft (UG) - starten wollen, können empfehlenswerter Weise eine solche Konzernstruktur, d.h. Holding und Tochtergesellschaft(en) für sich nutzen. Die Anzahl der Tochtergesellschaften spielt dabei keine Rolle, so dass auch bei einer einzigen Tochtergesellschaft eine zweite Gesellschaft als Holding eingesetzt werden kann.  

Die 5 wichtigsten Gründe mit einer Holding zu arbeiten: 

 

1. Vermögen aufbauen  

 

Ein wichtiger Grund für jeden Unternehmer: Durch den Einsatz einer Holding lassen sich Vermögenswerte schneller aufbauen und absichern.

 

è SCHNELLER lässt sich Vermögen insbesondere durch die enormen Steuervorteile bei einer Holdingstruktur aufbauen (lese dazu unter 3. Steuern sparen). Im Vergleich: Als Einzelunternehmer, aber auch als natürlicher Gesellschafter einer GmbH bleibt durch die erhöhte Steuerlast unterm Strich viel weniger vom Gewinn übrig.

  

è SICHERER wird der Vermögensaufbau durch die Risikominimierung (lese dazu unter 2. Haftungsrisiko minimieren), da das Kapital der Holding nicht zum Haftungskapital der Tochtergesellschaft(en) zählt.

 

Das Vermögen der Holding steht den Gesellschaftern vielfältig zur Verfügung, so unter anderem zur Ausschüttung, Investition oder Darlehensvergabe an die Tochtergesellschaft(en).  

 

2. Haftungsrisiko mindern

 

Für Unternehmer, insbesondere für Gründer und Start-ups, können Haftungsfälle schnell den wirtschaftlichen Ruin bedeuten.

 

Doch wie sichert man etwaige Haftungsfälle ab?

 

Die Abführung der Gewinne an eine Holding ist dabei ein wichtiger Schritt, denn im Haftungsfall der Tochtergesellschaft kann auf dieses Vermögen nicht mehr zugegriffen werden. Gläubiger werden aus dem Vermögen der Tochtergesellschaft befriedigt. Denn die Holding haftet grundsätzlich nicht für Haftungsfälle der Tochtergesellschaft(en).

 

3. Steuern sparen  

 

Die Steuervorteile einer Holdingstruktur sind zahlreich und hängen von vielen weiteren Faktoren ab. Hier nur mal der besondere Vorteil der Gewinnbesteuerung, welche sich mit einer Holding realisieren lässt:  

 

Beim Einzelunternehmer und bei Personengesellschaften unterliegen die Gewinne der Einkommenssteuer, der Spitzensteuersatz liegt in Deutschland derzeit bei 42 %.

 

Bei einer GmbH unterliegen die Gewinne der Körperschaftssteuer und der Gewerbesteuer, was eine Gesamtsteuerlast von insgesamt ca. 30 % bedeutet.

 

Mit Einsatz einer Holding fällt der Gewinn nach Steuern bedeutend höher aus, denn die abgeführten Gewinne (von der Tochtergesellschaft an die Holding) sind zu 95 % steuerfrei! Es werden somit nur sage und schreibe 5 % des Gewinns mit den o.g. Steuersätzen (insgesamt ca. 30 %) besteuert. Im Falle einer GmbH Holding ist das ein effektiver Steuersatz von gerade mal ca. 1,5 % (bezogen auf den Gesamtgewinn).  

 

Eine gewaltige Einsparung, welche insbesondere dem Vermögensaufbau zu Gute kommt. Schon dieser Grund allein macht die Holdingstruktur gerade auch für Gründer empfehlenswert.  

 

4. Globalisierung vereinfachen

 

Globalisierung lohnt sich – und das aus verschiedensten Gründen: Ob Sie auf Fachkräfte zugreifen wollen, welche in Deutschland nicht oder wenn nur sehr teuer verfügbar sind, neue Märkte erschließen wollen oder insgesamt wettbewerbsfähiger am heimischen Markt auftreten wollen, eine Globalisierung lässt sich mit einer Holdingstruktur einfacher realisieren.

 

Mit Tochter-Auslandsgesellschaft(en) lassen sich mögliche staatliche Subventionen des jeweiligen Standortes mitnehmen, besondere Steuervorteile realisieren und natürlich wieder das Haftungsrisiko minimieren.

 

Unternehmer die eine Holdingstruktur mit einer Globalisierungsstrategie verbinden können ihre Unternehmensentwicklungen noch besser steuern und erhalten beste Erfolgsaussichten.

 

5. Strategie für Exit und Neustart

 

Auch Gründer sollten sich eine Exit- und Neustart-Strategie überlegen, denn ohne diese Überlegungen kann ein böses Erwachen für diese Fälle vorgebeugt werden. Die Holding spielt auch für diese Fälle wieder eine wichtige Rolle: Verkauft der Gesellschafter einer GmbH seine Anteile, so fallen auf den Verkaufserlös mindestens 25 % bzw. bis zu 42 % Steuern an (zu den Steuersätzen siehe unter 3. Steuern sparen).

 

Ist der Gesellschafter jedoch eine Holding, so gilt derselbe Steuersatz wie bei der Gewinnabführung (nur ca. 1,5 %), wodurch das erhöhte Vermögen beste Möglichkeiten für einen Neustart bietet, wie beispielsweise Gründung einer neuen Tochtergesellschaft. 

 

Sie merken, es gibt gute Gründe über eine Holdingstruktur nachzudenken. Wenn man eine globale und/oder langfristige Unternehmensstrategie berücksichtigt, lassen sich noch viele weitere Vorteile mit der Holdingstruktur erreichen. Bei Interesse beraten wir Sie gerne zu den Möglichkeiten. Kontaktieren Sie uns jetzt und bringen Sie Ihr Unternehmen voran! 

 

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Herzlichst Ihre 

 

Nicole Hermann 

vom Go4Business Team