Erlaubte Vorteilsnahme als Chance für deutsche Unternehmer (Blogreihe Spanien - Teil 2)

Spanien bietet Unternehmern eine liberale, unternehmerfreundliche Buchhaltung und günstige steuerliche Merkmale

 

Nicht nur das spanische Gesellschaftsrecht, wie im letzten Blogbeitrag beschrieben, bietet einen Vorteil für den deutschen Unternehmer. Daneben sind auch die Handhabung und Versteuerung der S.L. weitaus liberaler und unternehmerfreundlicher als es bei einer deutschen GmbH der Fall ist.

 

 

Die Absetzbarkeit von Betriebsausgaben ist freizügiger als es Unternehmer in Deutschland kennen. So werden als Betriebsausgaben grundsätzlich all diejenigen Kosten anerkannt, welche zur Aufrechterhaltung des Unternehmens, d.h. zur Gewinnerzielung erforderlich erscheinen. Ein bedeutender Vorteil, schlagen doch gerade diese Kosten gewichtig zu Buche.

 

Unternehmensbesteuerung in Spanien gehört im EU-Vergleich zu den attraktivsten

 

Darüber hinaus sind bedeutende steuerliche Vorteile bei der Unternehmensbesteuerung zu verzeichnen, wie insbesondere die im Durschnitt der OECD-Länder geringere Körperschaftssteuer (Impuesto de Sociedades), nach Erfüllung einiger Voraussetzungen im niedrigen, einstelligen (!) Bereich. In den ersten beiden Geschäftsjahren nach Gründung sowie bei Erhaltung oder Schaffung von Arbeitsplätzen gelten darüber hinaus besonders reduzierte Körperschaftssteuersätze.

 

Die im Europavergleich geringsten Körperschaftssteuersätze lassen sich in einzelnen Sonderwirtschaftszonen innerhalb Spaniens finden, welche hier von den übrigen spanischen Steuersätzen weiter reduziert vorliegen.

Von der Gewerbesteuer (Impuesto sobre Actividades Económicas) sind juristische Personen in den ersten beiden Geschäftsjahren sowie bei einem Nettoumsatz unter 1 Million Euro sogar grundsätzlich befreit. In den Folgejahren liefern kommunale Regelungen und individuelle Konstellationen bei der Steuerbelastung viele weitere Vorzüge im Vergleich zu Deutschland.

 

Die OECD stufte die spanische Anreizpolitik mit steuerlichen Förderungen von Investitionen in Innovationen zu den finanziell attraktivsten innerhalb der Europäischen Union ein. Grund dafür ist neben den vorgenannten Aspekten insbesondere die Gewährung weitreichender steuerlicher Abzugsbeträge bei Investitionen. Darüber hinaus gelten besondere steuerliche Abzugsmöglichkeiten bei Auslandsdirektinvestitionen von spanischen Holdinggesellschaften.    

Minimierte Steuerbelastung verhilft zur Stärkung des deutschen Unternehmensstandortes

 

Insgesamt kann in Spanien die Steuerbelastung eines Unternehmens durch eine erlaubte Vorteilsnahme auf ein Minimum reduziert werden, von dem sich in anderen Ländern und insbesondere in  Deutschland nur träumen lässt. Unternehmer können diese Steuersätze nutzen ohne in sogenannte oftmals negativ assoziierte Steueroasen zu ziehen. Vielmehr bietet gerade die Inanspruchnahme, mittels Gründung spanischer Tochtergesellschaften oder ähnlicher gesellschaftsrechtlicher Gestaltungen, die Möglichkeit den nationalen Unternehmensstandort in Deutschland zu stärken.  

  

Lesen Sie mehr zu unserer Spanien Reihe in unserem nächsten Blog Beitrag.

 

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Herzlichst Ihre 

 

Nicole Hermann 

vom Go4Business Team